KÄTE UND OLLY (UND LUCIE)

Nach Ollys Tod wartet Käte nachts auf deren Erscheinung, ein Versuch ist es wert, wo der Schmerz doch so groß ist. Olly konnte sich wachend mit Lucie unterhalten, “unserer ‘Dritten’, die sich das Leben nahm”, kurz nach der Befreiung im Sommer 1945.

Käte Laserstein, Rose Ollendorff (Olly) und Lucie Friedländer lebten drei Jahre als sogenannte U-Boote in Berlin. Sie waren als Jüdinnen verfolgt und konnten in wechselnden Wohnungen und einer Gartenlaube überleben.

KÄTE UND OLLY (UND LUCIE) macht sich zum einen auf die Spur dieser drei Frauen, recherchiert nach ihren Biographien. Zum anderen geht es um die Formen der Erinnerung: die der drei an die Bedrohung, die der beiden an Neubeginn und Suizid, die der einen an die Geliebte – sowie, für uns: die Form der Darstellung von Erinnerung.

KÄTE UND OLLY (UND LUCIE) ist eine Fortschreibung von “Lasersteins Orte 1&2”, als am authentischen Ort die Geschichte von Lotte und Käte Laserstein gezeigt wurde, der Malerin und der Germanistin. “Lasersteins Orte 3” wäre die Laube in Schmargendorf, das Versteck von Käte, Olly und Lucie. An diesem Ort werden wir uns mit Publikum verabreden. Wie in der Aula von Kätes ehemaliger Schule. Käte und Olly wurden nach der NS-Zeit wieder Lehrerinnen und unterrichteten die Kinder ihrer Verfolger, zumeist.

Wie sieht so ein Leben aus; welche Gestalt verleihen wir heute den damals Lebenden? KÄTE UND OLLY (UND LUCIE) untersucht dies und versucht Antworten im Spiel. Im Herbst 2022. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste im Förderprogramm “#TakeHeart”.