DIE ZWEI SCHWESTERN LASERSTEIN

Lotte und Käte Laserstein kamen als Jugendliche nach Berlin; Lotte wurde Malerin, Käte Lehrerin, Ende der 1920er Jahre. Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten wurden die beiden – als sogenannte Dreivierteljuden – Stück für Stück aus der Gesellschaft ausgeschlossen. Lotte nutzte eine Ausstellung in Stockholm 1937, um Deutschland zu verlassen, Käte tauchte in Berlin unter; ihre Mutter Meta wurde deportiert und starb im KZ Ravensbrück. Nach dem Krieg und dem Genozid blieb Lotte in Schweden und wurde kurz vor ihrem Tod noch von der internationalen Kunstkritik entdeckt. Käte kehrte nach acht Jahren Schweden 1954 nach Berlin zurück und wurde wieder Lehrerin für Deutsch und Englisch – an der heutigen Halvorsen Schule, Vajswerks Partnerinstitution.

Wir machen uns auf Spurensuche nach den ZWEI SCHWESTERN LASERSTEIN. Wir besuchen die Lotte Laserstein-Ausstellung in der Berlinischen Galerie, schauen uns ihren Nachlass an, haben uns im Landesarchiv Berlin und im Riksarkivet Stockholm Akten zu Käte Laserstein bestellt; eine ehemalige Schülerin von Käte haben wir auch schon gefunden, sie kommt hoffentlich nach Berlin und erzählt uns von ihr.

Zusammen mit einer Kunstvermittlerin, einem Theaterpädagogen und einem Regisseur sowie unseren Kunst- und Geschichtslehrerinnen beschäftigen wir uns also mit den ZWEI SCHWESTERN LASERSTEIN, mit ihrem Leben, sowie mit Lottes Kunst und Kätes Pädagogik … und malen uns ein eigenes Bild und schreiben uns eine eigene Geschichte: über die beiden und uns. Am 10. und 12. Dezember laden wir ein, in unsere Aula, die von Kätes ehemaliger Schule; es beginnt um 19 Uhr.

DIE ZWEI SCHWESTERN LASERSTEIN ist ein Projekt der kulturellen Bildung und wird gefördert vom Berliner Projektfonds.