VAJSWERKS SOMMERSPIEL

Auch wir spielen, nur anders, etwas anderes. Am Finaltag ist Premiere, aber schon um 16 Uhr am 14. Juli: die Uraufführung von zurück.bleiben: Lotte und Käte Laserstein sitzen am Großen Wannsee und entscheiden sich zwischen Stockholm und Berlin, dem Bleiben im Exil oder dem Gang zurück nach Deutschland, der Konfrontation mit der Vergangenheit. Der Eintritt ist frei, aber freie Plätze gibt es in absehbarer Zeit keine mehr: für 14+18. Juli, 16 Uhr, 15+16. Juli, 11 Uhr.

Zwischen die Lasersteins hat sich der Fühmann gesetzt: am 16. Juli fahren wir nach Märkisch Buchholz; irgendwann am frühen Abend wird es irgendwas zum 40. Jahrestag geben: “Ich will in Märkisch Buchholz begraben werden.” Wir kommen noch mit Uhrzeit und Programm um die Ecke.

Am 10. Juli gestalten wir das künstlerische Programm der Zeitgeschichtlichen Sommernacht; am 4. Juli laden wir wieder selbst ein, zu Vajswerks Sommertreffen, um 18:30 in die Argentinischen Allee 28. Willkommen in der Werkstatt, im Garten zum Waldsee!

ZUM SOMMER HIN

Nach den Veranstaltungen in Stockholm und Berlin, Märkisch Buchholz, Halle, Egeln, Helmstedt und Rathenow geht Vajswerk nun erstmal in die Werkstatt. Um im Juli im Wedding und auf Wannsee wieder aufzutauchen. Nach unserem Beitrag zur Zeitgeschichtlichen Sommernacht und dem Abschluss unserer Laserstein-Reihe müsste es darüberhinaus noch etwas zu Fühmanns Beerdigung in Märkisch Buchholz geben – auf den Tag genau 40 Jahre später.

Also ist in der Werkstatt genug zu tun; am meisten freilich für die Uraufführung von zurück.bleiben am Großen Wannsee. Laura Mitzkus, Charlotta Bjelfvenstam und Anna-Carola Krausse besprachen sich schon am Zehlendorfer Waldsee, wie das Foto von Christian Tietz beweist; somit sind die 4 Laserstein-Akteure genannt. Bis demnächst!

AUF WANNSEE (18.4.) – IN MOABIT (19.4.)

Zwischen dem vierten und fünften Gastspiel von Großes Kino DDR liegen zwei Veranstaltungen, die sich mit der NS-Geschichte bzw. ihren Folgen beschäftigen. – Um das Jahr 1954 dreht sich zurück.bleiben, als Käte Laserstein zurück nach Deutschland geht und Lotte Laserstein in Schweden, im Exil bleibt. Parallel zur Auftaktveranstaltung in Stockholm findet nun eine Berlin statt, am Donnerstag, 18. April um 18 Uhr im Haus der Wannsee-Konferenz. Bevor dort im Sommer die Uraufführung stattfindet, zeigen wir einmal, wo wir stehen und wo wir hinwollen, beim Abschluss unserer langjährigen Laserstein-Reihe. – Am Tag darauf laden wir zur Präsentation unseres nächsten Schulprojektes: Der Weg zum Güterbahnhof Moabit. Anhand von 33 Biografien folgen wir 33 Schülerinnen und Schülern des Felix-Mendelssohn-Bartholdy-Gymnasiums von der ehemaligen Synagoge Levetzowstraße zum ehemaligen Güterbahnhof Moabit. Treffpunkt am 19. April ist um 16 Uhr das Denkmal Levetzowstraße/Ecke Jagowstraße. Die Wegstrecke beträgt eine halbe Stunde. Willkommen!

HALLE EGELN HELMSTEDT BERLIN RATHENOW

Das sind die fünf Stationen der zweiten Deutschlandtour von Großes Kino DDR. In diesem Frühjahr ziehen wir wieder durch’s Land – im Gegensatz zum Sommer 2022 – mit der Spielfassung, die sich besonders an junge Menschen richtet: schließlich waren unsere drei Protagonisten 18, 19 und 21 Jahre alt – im Sommer 1962. (Alle Termine auf einen Blick gibt es auf Termine.)

Im Sommer 2024 findet die Uraufführung von zurück.bleiben statt, im Garten am Großen Wannsee 56-58. Nach dem Auftakt in Stockholm wird es einen solchen auch in Berlin geben, am 18. April, im Haus der Wannsee-Konferenz, zur Standortbestimmung – bevor unsere langjährige Laserstein-Reihe im Juli endet. Weitere Informationen bei der nächsten Gelegenheit.

ON AIR AUF DEUTSCH, I STOCKHOLM PÅ SVENSKA

Vor zehn Jahren machten wir die Bekanntschaft mit Doroteja Paley. Das Foto zeigt sie mit orangenen Haaren im Saal der Kapitulation vom 8. Mai 1945, im Museum Berlin-Karlshorst. Als Kind hatte sie die Leningrader Blockade überlebt und uns davon erzählt, geschrieben. Zusammengefasst ist dies nun in einer Radiosendung nachzuhören. – On air gingen auch die beiden letzten Episoden unseres Fühmann-Podcasts, passend zur Vorstellung von Häutungen Franz Fühmanns in Märkisch Buchholz.

På svenska machen wir den Auftakt von zurück.bleiben, am 6. März in Stockholm. Dort blieb Lotte Laserstein, während Käte Laserstein zurück nach Berlin ging, im Jahr 1954. Um das Gleichgewicht zu halten, berichten wir auch in der deutschen Hauptstadt vom Abschluss unserer Laserstein-Reihe, von der Uraufführung im Sommer 2024, im Garten vom Haus der Wannsee-Konferenz. In der Gedenk- und Bildungsstätte sind wir bereits am 18. April zu Gast. Um 18 Uhr beginnen wir mit den Ausgangspunkten, dem Wechselspiel von Berlin und Stockholm, Vergangenheit und Gegenwart, der “Endlösung der Judenfrage” und dem Wellengang des Großen Wannsees.

VOM 2.FEBRUAR BIS ZUM 29.FEBRUAR

Am Abend feierte das eine Schulprojekt seinen Abschluss, am Vormittag begann das nächste, am 2.2. Dabei sind Was denn schiefe Bahn?! und Der Weg zum Güterbahnhof Moabit Vajswerks erste Schulprojekte seit fünf Jahren. Im Laufe des Februars stehen die letzten Gastspieltermine für die zweite Deutschlandtour von Großes Kino DDR fest und hoffentlich auch die Förderungen von zurück.bleiben. Am 22.2. stellen wir Häutungen Franz Fühmanns in Märkisch Buchholz vor und laden am 29.2. zum verfrühten Frühlingstreffen – gleichzeitig zur Mitgliedsversammlung von Vajswerk e.V. – in die Argentische Allee 28. – Willkommen!

VOM 27.JANUAR ZUM 1.FEBRUAR

Das nd berichtete am 27.1. in einer Artikelserie über den internationalen Gedenktag zur Befreiung von Auschwitz; eine Seite gehörte Vajswerk und vor allem unserem Recherche-Theater-Projekt zurück.bleiben. Wir beschäftigen uns aber nicht nur mit Geschichte und ihren Auswirkungen auf die Gegenwart, sondern begeben uns auch geradewegs ins Hier und Heute. So wird am 1.2. Was denn schiefe Bahn?! gezeigt: eine Jugend-Recherche-Performance über Straffälligkeit – und den Menschen dahinter. Im Haus der Jugend Zehlendort, um 19 Uhr, bei freiem Eintritt. Willkommen!

INS 10. JAHR VAJSWERK

2024 beginnt wie vor bald zehn Jahren, mit biografischen Jugend-Theater-Projekten, wie 2015 mit Dina und Jovan Rajs oder 2016 mit Berl Kostinski (Foto). Eine Fortschreibung von Anne-Marie (2018) ist der kleine Animationsfilm, der ab 23.1. in der Ausstellung des Jugendforums denk!mal im Berliner Abgeordnetenhaus zu sehen ist. Mit biografischen Stationen wird Mitte April Der Weg zum Güterbahnhof Moabit nachgezeichnet, in einem Geschichtsprojekt mit einer 9.Klasse des Felix Mendelssohn-Bartholdy Gymnasiums. Mit einer 9.Klasse der Gail S. Halvorsen Schule entsteht ein Gegenwartsstück zur Straffälligkeit: Was denn schiefe Bahn?! – zu sehen am 1.2. Zu einer zweiten Deutschlandtour macht sich Großes Kino DDR auf und Vajswerks Laserstein-Reihe wird mit zurück.bleiben fortgesetzt und abschlossen. Zu Jahresmitte wollen wir mit Code Viking noch nach Narvik, aber erstmal beginnen wir 2024 mit Vajswerks Wintertreffen – am Donnerstag, 11. Januar, 18:30 Uhr in der Arg28. Willkommen!

VAJSWERKS 2023

Ein Jahr geht zu Ende, in dem die Gegenwart der Vergangenheit besonders sichtbar wurde, auch in unseren Forschungen und Darstellungen. Zeigten wir in #geschichte_schreiben wie nationale Mythen erzählt werden, blickten wir mit Häutungen Franz Fühmanns und Gertraudens Kinder auf die deutsche Nachkriegsgeschichte – nach den Erfahrungen von Diktatur, Weltkrieg und Völkermord, nach der Zerstörung der Demokratie.

Zu den drei Recherche-, Theaterprojekten gibt es jeweils einen Podcast – sogar einen mehrteiligen, der erst Ende 2023 vollständig ist. Unten auf den jeweiligen Projektseiten befinden sich die Links zum Nachhören, zum Mit- und Weiterdenken. (Es gibt aber auch alle Podcasts auf einen Klick.) Und Platte Macchiato lebt in Herzberg weiter und Großes Kino DDR ist auch in 2024 zu sehen, in einer zweiten Deutschlandtour, in der Jugendfassung. Alles Gute aus der Vajswerkstatt!

3 TAGE । 4 VAJSWERKE

Es begann am 29.11. Am Nachmittag wurde von Bundestagspräsidentin Bas die Wanderausstellung “gefährdet leben. Queere Menschen 1933-1945” eröffnet. Von Vajswerk kommt die Lesemappe zu Käte Laserstein, die Kuratorin Eschebach in ihrer Eröffnungsrede eigens erwähnte. – Am Abend folgte dann die Premiere von Häutungen Franz Fühmanns – Vajswerks szenischer Spurensuche zum DDR-Autor und der deutsch-deutschen Nachkriegsgeschichte. – Dieser Faden wurde am 30.11. wieder aufgenommen, mit einer Schul- und Demokratiegeschichte in Berlin-West, mit Gertraudens Kinder. Bei der Abschlussveranstaltung wurde nach der Vorstellung des Essays und der Geschichtstheaterstunde erstmals das Hörstück vor Publikum gesendet, das nun online nachzuhören ist. – Am 1.12. folgte die zweite Vorstellung des Fühmann-Stückes, verbunden mit der Ankündigung, dass es nach den Aufführungen am 5.&6.12. ein öffentliches Nachgespräch gibt, am 8.12. – So geht es also auch nach diesen drei Tagen mit Vajswerken weiter, die im Grunde am 23.11. ihren aktuellen Anfang nahmen: mit der ersten Folge des vierteiligen Podcasts zu Fühmann. Ebenfalls auf Soundcloud und Spotify und via RSS-feed nachzuhören. (Links auf der Projektseite Fühmann.) – Das Foto ist ein Ausschnitt aus der Leihgeberliste der Ausstellung im Paul-Löbe-Haus des Deutschen Bundestags.