BAHNHOF VAJSWERK

Nun sind auch unsere Gäste aus Narvik, Archangelsk und Belgrad wieder zu Hause. Am 24.10. trafen sie sich mit ihren Vajswerker*innen im Deutsch-Russischen Museum: bei einem öffentlichen Colloquium zum Auftakt unseres internationalen Recherche-Theater-Projektes BLODVEGER.
Nach der Berliner Uraufführung im März 2019 revanchieren wir uns dann mit Gegenbesuchen in Norwegen, Russland, Serbien und zudem Schweden. Wir werden also weiter berichten.

 

Am 14.10. – am Geburtstag von Anne-Marie übrigens – traf Hans Storm aus Frankfurt am Main in Berlin ein. Er kannte Anne-Marie Meier-Graefe Broch über viele Jahre und besuchte sie auch mehrfach in Saint-Cyr-sur-Mer. Aus seinem Erzählen entwickelte sich ein fortgesetztes Gespräch mit dem Ensemble von ANNE MARIE. Am 2.11. ist Premiere. Wir melden uns noch dementsprechend.

AM ANFANG EIN PREIS

Wurde Vajswerks Saison 2017/18 mit einer Premiere in Stockholm eröffnet, beginnen wir 2018/19 mit einer Preisverleihung in Leipzig. Simon Winkler 1986-2007 Schauspieler erhielt ja den amarena-Innovationsförderpreis; nun werden die Preisträger vorgestellt und somit auch wir: am 28. September in den Cammerspielen Leipzig.
Dann steht vor den ersten Saisonpremieren noch ein Internationales Colloquium auf dem Programm. Mit unseren Partner*innen aus Norwegen, Russland, Serbien und Schweden beginnen wir die historische Recherche zur NS-Zwangsarbeit in Nord-Norwegen: am 17. Oktober im Deutsch-Russischen Museum. Informationen zum Projekt und den Flyer zur Tagung gibt es hier: Blodveger
Im November stehen dann mit Anne Marie und Tamara Bunke. Eine Heldin wird gemacht gleich zwei Premieren auf dem Spielplan. Wir kommen rechtzeitig noch darauf zurück. Bis dahin!

Zwischen Marbach und Bergen: JÁNOS in Berlin

Nun sind wir aus Marbach zurück; im Deutschen Literaturarchiv waren wir auf Spurensuche nach Anne Marie. Am Fr., 4.5. präsentieren wir unsere Funde, um 16 Uhr im kooperierenden Haus der Jugend Zehlendorf.

Am 3.5. machen wir uns noch einmal auf den Weg und zwar nach Bergen, mit einem Gastspiel von János. Das Stück zeigen wir zuvor aber noch zweimal in Berlin, am Donnerstag, 26. April, um 12:00 und um 19:00 Uhr, in unserer Partnerschule, der Halvorsen Schule in Dahlem.

Im niedersächsischen Bergen spielen wir János dann zum letzten Mal, im Begleitprogramm der Ausstellung „Kinder im KZ Bergen-Belsen“. Einer der Zuschauer wird Jovan Rajs sein, der dort 1944/45 sein Tagebuch schrieb – die Grundlage für unser Recherche-Theater-Projekt.

Aller guten Dinge sind drei

Wir spielen ja sogar noch 3x János; aber dazu mehr, wenn es wieder soweit ist: Ende April und Anfang Mai. Jetzt aber können wir mehr über unsere neuen Projekte berichten; es sind mittlerweile 3: In Tamara Bunke. Eine Heldin wird gemacht zeigen wir beides – den Menschen und seine Ikonografie. In Blodveger beschäftigen wir uns mit der NS-Zwangsarbeit in Nord-Norwegen – als norwegisch-russisch-serbisch-schwedisch-deutsches Recherche-Theater-Projekt. Und in Anne Marie zeigen wir eine Frau, der wir zum ersten Mal in Arg28 begegnet sind: Anne Marie wuchs in der Arg20 auf, der damaligen Epstein-Villa, bevor sie aus Deutschland vertrieben wurde. Ihre Geschichte handelt von Verfolgung und Exil und von der Selbstbehauptung als Künstlerin, zwischen zwei berühmten Ehemännern: Julius Meier-Graefe und Hermann Broch. Anne Maries Briefe liegen im Deutschen Literaturarchiv in Marbach; dorthin fahren wir vom 10. bis 12. April. Mehr dazu beim Treffen am Mittwoch, 18. April, 16:30 Uhr, im kooperierenden Haus der Jugend in der Argentinischen Allee 28, der Arg28.

Foto: Die ehemalige Grabstätte der sowjetischen Zwangsarbeiter im norwegischen Hattfjelldal, nach der Exhumierung 1951.

Noch 2x JÁNOS und gleich zwei neue Projekte

Foto „János“ von Kai Otte

Den siebenfachen Applaus haben wir noch im Ohr, da machen wir uns gleich an neue Projekte. Nach den sieben Aufführungen von Ida Finks „Der Tisch“ und „Das Tagebuch des János Reisz“, beginnen wir jetzt mit „Tamara Bunke. Eine Heldin wird gemacht“ und „Blodveger. NS-Zwangsarbeit in Nord-Norwegen.“

Auf das Neue kommen wir noch zurück, vorher geben wir aber noch den Hinweis, dass „János“ noch zweimal gespielt wird, bei den Partnern in Berlin-Dahlem und Bergen/Celle: am 26.4. um 19 Uhr in der Halvorsen Schule und am 3.5. um 14 Uhr im Stadthaus Bergen – im Begleitprogramm der Ausstellung Kinder im KZ Bergen-Belsen.

Die nächsten Premieren: ANKFUNT BERLIN_Teil 1 und ARG28. Das Haus und der Turm der blauen Pferde

Nach den Wiederaufnahmen, Gastspielen und Ausflügen (nach Kitzingen, Rangsdorf und ins Berliner Abgeordnetenhaus) stehen im März zwei Premieren auf dem Vajswerk-Spielplan.

In ANKUNFT BERLIN_Teil 1 erzählen jugendliche Flüchtlinge von ihrer Ankunft in Berlin und filmen sich dabei. Im Zentrum ihrer Berichte steht jeweils ein Ding, das sie auf der Flucht verloren haben, das sie zurücklassen mussten. Nach zwei Workshops mit dem Filmregisseur Paul Rieth werden die Kurzfilme der Jugendlichen am 19. März öffentlich präsentiert: um 18 Uhr in der Steglitzer JFE-Flemming, Paulsenstraße 22. Dort finden auch die Workshops statt, am 11./12.3. bzw. am 18./19.3., jeweils um 12 Uhr; auf Deutsch, Englisch, Farsi und Arabisch. Die Teilnahme und der Eintritt sind frei. Weitere Informationen finden Sie hier…

ARG28. Das Haus und der Turm der blauen Pferde feiert am 31. März seine Uraufführung. Die weiteren Aufführungen sind am 1./4./6./7. April, jeweils um 19 Uhr in der ARG28, dem Haus der Jugend in der Argentinischen Allee 28. Im Recherche-Theater-Projekt für Jugendliche wird die Geschichte des Hauses in der ARG28 erzählt, seiner Bewohner, seiner Nachbarn, seiner Besucher und eines berühmten Gemäldes. Franz Marcs Der Turm der blauen Pferde wurde zuletzt in der ARG28 gesehen und ist seitdem verschollen. Hier gibt es weitere Informationen.