DIE EINZIGE WELT IM FRÜHJAHR 1945

Vor 75 Jahren ging der Zweite Weltkrieg zu Ende. Jugendliche, die in diesem Krieg aufwuchsen, hatten keine Erinnerung an den Frieden; für sie war der Krieg die Welt, das Leben, “der Normalzustand, ja, der einzig mögliche, die einzige Form der Existenz“, wie es der 1932 geborene Ryszard Kapuściński ausdrückte.

Unser Recherche-Theater-Projekt JUGEND’45 fasst verschiedene Geschichten von Jugendlichen im Frühjahr 1945 zu einer Theaterperformance zusammen, für das Frühjahr 2020. Das nächste Treffen findet – coronabedingt – erst wieder  am Dienstag, 21. April statt,  um 19 Uhr im Haus der Jugend Zehlendorf in der Argentinischen Allee 28. In der Zwischenzeit arbeiten wir an unseren Texten, den Monologen der Jugend’45.

Dies ist weiterhin eine Einladung zum Mitmachen! Für Jugendliche zwischen 14 und 18 Jahren. Meldet Euch einfach! Kontakt oder https://chat.whatsapp.com/KiIagw3YNxR9589jCRKD5U

3x ARGENTINIEN-DDR-CUBA-BOLIVIEN

Nach der Uraufführung im Herbst 2018 zeigen wir nun noch dreimal TAMARA BUNKE. EINE HELDIN WIRD GEMACHT Die Vorstellungen beginnen um 18 Uhr, wieder in der HTW, auf dem Campus in Oberschöneweide, Wilhelminenhofstraße 75A, Gebäude A.

Noch dreimal also ziehen wir mit Tamara Bunke von Buenos Aires nach Stalinstadt und Berlin, dann via Havanna in den bolivianischen Dschungel. In fünf verschiedenen Perspektiven recherchiert und erspielt sich Vajswerk das Leben und Nachleben eines politischen Menschen – dessen Instrumentalisierung und Selbstinszenierung.   –  Auf nach Oberschöneweide!

VON DER GEGENWART 2020 UND DER ZUKUNFT 1945

Gerieten wir bislang durch unsere Recherchen in der Vergangenheit zwangsläufig in die Gegenwart, so stehen wir mit UNTER TROLLEN unweigerlich im Hier und Heute. Dem Phänomen der Internet-Trolle stellt sich unserer Recherche-Theater-Projekt mit Jugendlichen aus dem Haus der Jugend und aus der Stufe 11 der Halvorsen Schule. 

Uraufführung ist am 24. Januar, weitere Aufführungen sind am 25. und 27.1., jeweils um 19 Uhr im Haus der Jugend Zehlendorf in der Argentinischen Allee 28.

In die Zukunft schauten die Jugendlichen im Frühjahr 1945, über die NS-Zeit und den Nachkriegsalltag hinaus: alles muss anders werden, ab sofort. – Die ersten Treffen zu JUGEND’45 finden alternativ am 10.2., 11.2. bzw. 14.2. statt, jeweils um 18 Uhr im Haus der Jugend. Bei den ersten Treffen machen wir einen regelmäßigen Termin aus. Wenn Du zwischen 14 und 18 Jahre alt bist, Dich für Geschichte und Zukunft und Theater interessierst: dann komm vorbei!

WO VAJSWERK WAR – 2019

Einerseits stecken wir ja mittendrin, in der Saison, mit der Premiere von UNTER TROLLEN, dem Beginn von JUGEND’45, der Wiederaufnahme von TAMARA BUNKE. EINE HELDIN WIRD GEMACHT, gleich im Januar 2020. Andererseits können wir ja auch mal schön zurückblicken, auf Vajswerks 2019.

In gebotener Kürze nennen wir nur die Orte, in und an denen wir spielten und erzählten: im norwegischen Narvik, im schwedischen Skinnskatteberg und Tärnaby, in Belgrad, Archangelsk, Lublin und im westfälischen Beckum. Und natürlich in Berlin: im Deutsch-Russischen Museum, in Südost Europa Kultur, im Theater im Aufbau-Haus, im Haus der Jugend, im Abgeordnetenhaus, in der Aula (der heutigen Halvorsen Schule), in der Käte Laserstein 1957 ihre Rede probte und hielt.

Damit wären wir beim Inhalt, um den es ja schließlich geht. „Was macht Vajswerk?“ lautet die ständige Frage bei unseren Vier-Jahreszeiten-Treffen.

Mit dem Wintertreffen beginnt das neue Jahr, am 16. Januar um 19 Uhr in der Arg28. Willkommen auch hierzu!

LOTTE UND KÄTE, SCHWESTERN LASERSTEIN

Es waren Dina und Jovan, Berl und Anne-Marie, jetzt sind es Lotte und Käte. Bei Vajswerk machen sich auch Jugendliche auf biografische Recherche. DIE ZWEI SCHWESTERN LASERSTEIN sind nun am 10. und 12. Dezember zu sehen, in der Aula, in der schon Käte Laserstein als Lehrerin sprach, in der heutigen Halvorsen Schule. Das ist der eine Bezugspunkt. Der andere ist die aktuelle Ausstellung der Malerin Lotte Laserstein, die im Sommer auch in der Berlinischen Galerie zu sehen war und schließlich weit über 1 Million Besucher*innen insgesamt zählen wird.

Aus Bildern und Briefen, Fragen und Spielen entsteht ein Theaterabend mit Schüler*innen des 9er-Kunstkurses der Gail S. Halvorsen Schule in Dahlem. Willkommen, välkommen!  – Und das neue Jugend-Theater-Projekt beginnt Ende Januar: JUGEND’45

MAIKÄFER FLOG! IN DEN BECKUMER BERGEN

Nach verschiedenen Gastspielen und der Inszenierung von SIMON WINKLER 1986-2007 SCHAUSPIELER begibt sich Vajswerk erneut auf das platte Land bzw. in die Beckumer Berge. Zusammen mit der Kulturinitiative Filou und dem Heimat- und Geschichtsverein entsteht ein Recherche-Theater-Projekt zu Kindheit und Kriegsende in Beckum: 25 Akteure erzählen 50 Geschichten, die in ihrer Gesamtheit das Bild einer kleinen westfälischen Stadt im Frühjahr 1945 zeichnen.

Zum 75. Jahrestag des Kriegsendes kommt MAIKÄFER FLOG! auf die große Bühne des Stadttheaters ; am 16. und 19. November ist eine Werkschau zu sehen, jeweils um 19 Uhr im ehemaligen Kloster Blumenthal/Dormitorium.

WAS EINE STOFFPUPPE ERZÄHLT

Bevor die Reihe der Premieren beginnt (von MAIKÄFER FLOG! am 16.11. über DIE ZWEI SCHWESTERN LASERSTEIN am 10.12. und UNTER TROLLEN am 24.01. bis zur Wiederaufnahme von TAMARA BUNKE. EINE HELDIN WIRD GEMACHT am 30.01.) laden wir zu einem Vortrag ein, einen Tag vor dem 9. November der Pogromnacht.

Wie sich Vajswerks Inszenierungen oft auf Dinge beziehen, stellt Lisa Ströer ein Fundstück aus dem KZ Ravensbrück an den Anfang ihrer Recherche. Eine Stoffpuppe ist das einzig überlieferte figürliche Abbild eines Häftlings in der Sammlung der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück. Ist die Puppe nach dem Vorbild einer bestimmten Person gestaltet; unter welchen Umständen wurde sie hergestellt; was erzählt sie über das Leben im Konzentrationslager, über die Selbstbehauptung unter der Gewaltherrschaft? Ausgehend von diesen Fragen, erhält die einzelne Objektgeschichte ihre weitergehende Bedeutung.

Der Vortrag findet am Freitag, 8. November statt, um 19 Uhr im Haus der Jugend Zehlendorf.

VON LASERSTEINEN, MAIKÄFERN UND TROLLEN

Fangen wir also an, starten wir in die Saison 2019/20: Vajswerks fünfte. Wir nutzen die Gelegenheit – z.B. die große Lotte Laserstein-Ausstellung in Frankfurt und Berlin – und erforschen und erspielen uns DIE ZWEI SCHWESTERN LASERSTEIN Lottes Schwester Käte war nämlich Lehrerin an der heutigen Halvorsen Schule und das ist doch Vajswerks Partnerschule. Aus diesen Gelegenheiten und Begegnungen machen wir ein Stück; zum Jahresende landen wir ein.

Parallel dazu unternehmen wir eine Landpartie. Mit MAIKÄFER FLOG! beschäftigen wir uns mit der Kindheit und dem Kriegsende 1945 in einer kleinen westfälischen Stadt. Nach einer Werkschau im Herbst, betreten wir im Frühjahr die große Bühne des Beckumer Stadttheaters, im Jahre 75 nach 45.

Ganz ohne Umwege landen wir bei UNTER TROLLEN in der Gegenwart. Hier machen wir uns auf die Spur von Internet-Trollen und schlagen daraus dramatische Funken. Die Aufführungen finden im Januar statt, im Haus der Jugend Zehlendorf.

Abschließend sei noch verraten, dass wir TAMARA BUNKE. EINE HELDIN WIRD GEMACHT  wieder aufnehmen werden. Auf dem HTW-Campus in Oberschöneweide begeben wir uns noch einmal auf die Traumpfade der Weltrevolution, via Eisenhüttenstadt. Wir melden uns.

MIT DEM FRÜHJAHRSTREFFEN IN DIE SOMMERPAUSE

Vajswerk lädt viermal im Jahr – im Frühling, Sommer, Herbst und Winter – Vajswerker*innen und Interessierte zum Treffen in die Arg28. Mit dem diesjährigen Frühjahrstreffen beenden wir gleichzeitig die aufregende Saison 2018/19 und schnappen Luft für 2019/20. Drei Premieren, eine Wiederaufnahme, eine Gastspielreise und ein Auftritt im Berliner Abgeordnetenhaus liegen hinter uns. Sprechen wir davon und darüber, wie es weitergeht, am Dienstag, 7. Mai, 18:30 Uhr im Garten vom Haus der Jugend, Argentinische Allee 28. Willkommen!

BLODVEGER: AUFBRUCH UND ABSCHLUSS: AM 11. APRIL

Nach den Aufführungen im Deutsch-Russischen Museum in Berlin-Karlshorst macht sich Vajswerk nun auf den Weg nach Narvik. Dort zeigen wir die komplette Fassung von BLODVEGER auf norwegisch und schwedisch.
Anschließend präsentieren wir in Skinnskatteberg, Belgrad und Archangelsk Szenen mit den jeweiligen Länderschwerpunkten. Am 11. April sind alle wieder zurück in Berlin und berichten von ihren Erlebnissen und Erfahrungen: im Südost Europa Kultur in Kreuzberg.
Alle Termine finden Sie hier. Ausführliche Materialien gibt es von nun an auf der Blodveger-Homepage.