ZU WEIHNACHTEN DER PODCAST

Von Laserstein Ollendorff (Friedlaender) erzählt Vajswerk in vierfacher Form: einem Spaziergang, einer Geschichtsstunde, einer Theatervorstellung und einem Podcast. Die ersten drei Teile waren Ende November zu sehen, der abschließende vierte Teil erscheint am 25. Dezember 2022. Im mehrteiligen Podcast wird der Prozess geschildert: von den Besuchen im Archiv über die Gedankengänge bei den Proben bis zu den Reaktionen des Publikums. Nicht zuletzt wird zu hören sein, was zu sehen war. – Und damit ist noch immer nicht Schluss: Vajswerks Laserstein-Recherche geht gleich zu Anfang 2023 weiter, mit einem neuen Projekt. Bis dahin!

NOCH EINMAL GROSSES KINO

Nach der Tour im Sommer und den acht Vorstellungen in Erfurt, Stuttgart, Egeln und Berlin zeigen wir Großes Kino DDR noch einmal dort, wo es sozusagen entstand: im Haus der Jugend Zehlendorf begannen die Proben, im Oktober 2020. Und wenn wir schon in einem Haus der Jugend aufführen, richten wir uns besonders an ein jugendliches Publikum. Dabei hilft uns die Tatsache, dass im Sommer 1962 Unsere Drei 18, 19 und 21 Jahre alt waren. Die Schulvorstellungen am 2.12. sind restlos ausgebucht, für die Abendveranstaltung am Tag zuvor wird sich noch ein Plätzchen finden: Donnerstag, 1. Dezember, 19 Uhr in der Argentinischen Allee 28. Willkommen!

Das Foto wurde in Egeln gemacht, dem Heimatort von Peter und Tinchen, mit dem Blick in den vollbesetzten Saal der Wilden Zicke.

LASERSTEIN OLLENDORFF (FRIEDLAENDER)

Nach Die zwei Schwestern Laserstein und Lasersteins Orte erzählt Vajswerk nun die Geschichte von Käte Laserstein, Rose Ollendorff und Lucie Friedlaender – dreier Freundinnen, die als Jüdinnen verfolgt wurden und als “U-Boote” die NS-Zeit überlebten. Laserstein Ollendorff (Friedlaender) zeigen wir in vier verschiedenen Formaten: einem Spaziergang, einer Unterrichtsstunde, einer Theatervorstellung, einem Podcast.

Am 19. November treffen wir uns in einer Laubenkolonie in Schmargendorf, wo sich die drei Frauen von 1942-1945 versteckt hielten. Eine Geschichtsstunde halten wir vor einer 10. Klasse – die ins Theaterspiel übergeht. In Käte Lasersteins ehemalige Schule laden wir aber auch allgemein, am 29. November. Der Podcast erscheint dann zu Weihnachten 2022.

VAJSWERKS NEUE WÖRTER & VERANSTALTUNGEN

Im Sommer hatten wir in einem Wettbewerb um neue Vajswerkwörter – Vorschläge für einen Claim – gebeten. Jetzt ist die Entscheidung gefallen und nun trägt Vajswerk den Zusatz, der alles umfassen soll, was wir machen, was wir sind: Recherche Kunst Kollektiv. Applaus!

In der kommenden Woche werden wir auf zahlreiche Veranstaltungen im November und Dezember hinweisen, auf die kurzfristige am besten gleich: am Montag berichten Laura Mitzkus und Christian Tietz über ihre Recherchen zu Nada Banjanin und Tirca Ginzberg und zeigen damit unterschiedliche Wege im Umgang mit Geschichte: im familiären Zusammenhang oder auf öffentlichen Plätzen und Straßen. 7. November, 19 Uhr im Haus der Jugend in der Argentinischen Allee 28. Willkommen!

VAJSWERKS HERBSTTREFFEN & WETTBEWERB

Zum Sitzen im Garten wird es zu kalt und zu dunkel sein, aber wir können ja die Fenster öffnen und rausgucken: am 31. Oktober beginnt um 18:30 Vajswerks Herbsttreffen, in der Argentinischen Allee 28.     Bei der Gelegenheit wird auch der Gewinnerbeitrag bekanntgegeben: im Sommer hatten wir um Vorschläge für einen neuen Claim für Vajswerk gebeten. Schönen Dank für alle Beiträge! Und jetzt fällt die Entscheidung. Bis zum 31. Oktober!

FLIEDERALLEE 53

Die Adresse haben wir, aus dem Archiv. Aber die Fliederallee 53, in der Kolonie Rheingau, die Laube am Lehrlingsheim gibt es heute nicht mehr. Befinden sich da heute zwei Parkplätze oder ein paar Quadratmeter Stadtautobahn? Drei Monate Recherche stehen noch aus.

Aber wir wollen auch mehr herausfinden, als wo das Versteck von Käte Laserstein, Rose Ollendorff und Lucie Friedlaender sich befand. Im November laden wir ein, zu LASERSTEIN OLLENDORFF (FRIEDLAENDER). Wir melden uns!

NOCH EINMAL TANIA, BITTE!

Die Uraufführung fand vor knapp vier Jahren statt; vor gut zwei Jahren nahmen wir unser erstes Recherchestück zur DDR-Geschichte wieder auf; jetzt ist es noch einmal als Lesung zu erleben, am 10.8. Im Rahmenprogramm der Ausstellung “Ein Land und seine Helden” zeigen wir eine Heldin, mit einem Untertitel: TAMARA BUNKE. EINE HELDIN WIRD GEMACHT. Die Veranstaltung im DDR-Museum beginnt um 18 Uhr. Die online-Übertragung endet nach der Begrüßung – also auf an die Spree nach Berlin-Mitte! – Alternativ gibt es Vajswerks Trailer, der bis dato 1.557 mal aufgerufen wurde.

Die Illustration stammt von Alicia Sancha.

Wettbewerb: Ein neuer Claim für Vajswerk! Macht mit.

Wettbewerb: Ein neuer Claim für Vajswerk!

Macht mit.

Start: 13.7.

Einsendeschluss: 31.07.

Mitmachen unter: wettbewerb@vajswerk.de

Vajswerk soll einen neuen Anstrich bekommen, indem der nun 7-jährige Claim „Recherche. Theater. Berlin“ durch einen neuen abgelöst wird. Wir suchen gute Ideen, Worte und Aussagen, die für Vajswerk stehen und auf einen Blick zeigen, was wir tun. Zu gewinnen gibt es ein Jahr lang freien Eintritt zu allen Vajswerk-Produktionen. 

Was ist Vajswerk? Und was macht Vajswerk?

Vajswerk erzählt Geschichten zum Beispiel von Berl Kostinski, Anne-Marie Epstein, Lotte Laserstein, Tamara Bunke, von Dingen wie einer Spiegelablage oder von Orten wie dem Haus in der Argentinischen Alle 28. Geschichten, die gesellschaftsrelevante Themen wie Zwangsarbeit während des Zweiten Weltkriegs, Verfolgung und Exil, Freiheit, Unterdrückung und Flucht während der deutschen Teilung, die Selbstbestimmung als Künstlerin oder die Instrumentalisierung als politischer Mensch behandeln. Diese Geschichten werden in einem interdisziplinären Team aus Wissenschaftler*innen (Historiker*innen) und Künstler*innen (bislang Schauspieler*innen und Musiker*innen) gemeinsam recherchiert und durch künstlerische Formen (Sprechtheater, Musik etc.) für das Publikum erlebbar gemacht. 

Charakteristisch für Vajswerks Schaffen ist, dass die eigentliche Arbeit, die Recherche und das Spiel auf der Bühne im Kollektiv getan werden. Das Sammeln, Sichten, Auswerten und Einordnen der Quellen, Fundstücke, des Materials erfolgt gemeinsam. In einem mehrmonatigen Prozess erarbeitet ein interdisziplinäres Ensemble gemeinsam multiperspektivische Spielfassungen, erschließt damit neue Stoffe und Formen für das Theater und zeigt historisch-politische Zusammenhänge auf. Es gibt dabei unterschiedliche Berichtsebenen, verschiedene Sprecher*innen, Spieler*innen, die – als Ensemble – eine Geschichte erzählen, eine Person, ein Paar, eine Gruppe, ein Ding, einen Ort aus mehreren Blickwinkeln schildern. Die Wahrheit wird nur in einer vielfach gebrochenen Form fassbar. Die künstlerische Präsentation auf der Bühne zeichnet sich dadurch aus, dass immer mehrere Perspektiven gleichzeitig dargestellt werden, zum einen um die Vielstimmigkeit, der am jeweiligen Stück beteiligten darzustellen und zum anderen um zu zeigen, dass historische Ereignisse vielschichtig sind und verschiedener Perspektiven bedürfen.

8MAL GROSSES KINO DDR, BITTE!

Die nächsten Tage ist an sechs Orten in Deutschland achtmal GROSSES KINO DDR zu sehen. Wir sind auf Tour: in Erfurt, Stuttgart und Egeln und innerhalb Berlins.

Nach der Uraufführung in Marienfelde 2020 nehmen wir das Stück in 2022 wieder auf. Ein historischer Fall – und mutmaßlicher Filmstoff – wird zum Ausgangspunkt für eine buchstäbliche aufregende Darstellung von DDR-Geschichte: Einer geht. Eine bleibt. Einer schießt.

Es spielen Laura Mitzkus, Manolo Palma, Charles Toulouse sowie Markus von Schwerin.

Großes Kino DDR – Pressemappe zur Tournee

Im Juli 2022 geht Vajswerk mit Großes Kino DDR auf Tournee. In Berlin, in Erfurt, in Stuttgart und in Egeln werden wir die Geschichte von Peter, Fritz H. und Bettina nochmal erzählen. Die Uraufführung Großes Kino DDR fand im Herbst 2020 in der Erinnerungsstätte Notaufnahmelager Marienfelde statt. Gefördert wird diese Tournee vom Fonds Darstellende Künste / Neustart Kultur im Rahmen der Wiederaufnahmeförderung.

Im folgenden finden Sie eine Pressemappe mit den Tourdaten, Informationen zum Stück und den Mitwirkenden.

Die Fotos  dürfen Sie gern für Vorankündigung und Rezensionen verwenden. Dabei bitte stets die Fotografin mit angeben: Mareike Trillhaas

GrKinoDDR_WA_Pressemappe

Großes Kino DDR: Fotos zur Pressemappe (zip)

Großes Kino DDR: Flyer zur Wideraufnahme (einseitig)

Großes Kino DDR: Flyer zur Wideraufnahme (zweiseitig)