WIR SIND/WAREN UNTERWEGS

Jetzt geht es also los. Auf den Weg nach Belgrad, zurück nach Berlin und dann weiter nach Riksgränsen/Björnfjell. CODE VIKING 1942-2021 heißt unser Rechercheprojekt; wir sind Jugendliche aus Deutschland, Serbien und Norwegen auf Spurensuche: nach den Zwangsarbeitern, die vom deutsch-besetzten Jugoslawien ins deutsch-besetzte Norwegen deportiert wurden. Zu unserem Weggepäck gehören historische Lebensläufe und die Kamera unseres Mobiltelefons, um kurze Filme zu drehen: mit den Bildern von heute und den Geschichten von damals.

Jeden Tag erscheint auf www.blodveger.info ein Tagebucheintrag und auf Instagram ein Foto. Und zwar vom 26. Juli bis zum 6. August. Wir sind unterwegs.

NACHTRAG 31.7.: Gestern hatten wir 70 Kilometer vor Berlin mit dem Bus einen Unfall. Wir kamen aus Belgrad, wo wir zweieinhalb schöne und aufwühlende Tage verbracht hatten. Jetzt ist die Fahrt zuende; wir hoffen, dass bald jede und jeder das Krankenhaus verlassen kann. Wir melden uns, wenn es wieder etwas zu berichten gibt!

AUF DEM BALKAN, DEM FJÄLL, DEM GRÜNSTREIFEN UND IM LANDTAG

Der Vajswerksommer gestaltet sich (fast) wie erhofft und geplant. Wir kommen zwar nicht ganz vom Fjäll ins Fjell, dafür aber in den Brandenburger Landtag und zum Weimarer Goetheplatz. Bevor wir Ende Juli uns mit CODE VIKING 1942-2021 auf den Weg von Belgrad nach Riksgränsen machen, spielen wir zwölfmal unter dem Himmel über Berlin: die JUNI-BRIEFE auf der Terrasse des Deutsch-Russischen Museums in Karlshorst sowie LASERSTEINS ORTE auf einem Parkplatz in Friedenau und einem Grünstreifen in Steglitz: an der ersten und letzten Adresse der Lasersteins in Berlin. Darüberhinaus geht die Suche nach ORTOPIA. Mein Ort der Utopie. weiter; mit den Ausflügen ins Umland und dem Erproben am Zehlendorfer Waldsee, im Garten vom Haus der Jugend. So ein Sommer!

DER WEG INS FREIE

Nun hoffen wir auf den Sommer, dass da was möglich ist, wir spielen können, vor Publikum, draußen. Unterdessen treffen wir uns weiter in virtuellen Räumen; unternehmen Erkundigungen in Kleinstgruppen; recherchieren im Netz, in Papieren, in Büchern; lernen schon mal Text; überlegen, ob wir Fahrkarten von Belgrad nach Narvik via Berlin kaufen sollten. – Nun, wir befinden uns in vier Projekten und bereiten uns auf den Fall der Fälle vor: auf Vorstellungen im Sommer: in Gärten in Karlshorst und Zehlendorf, auf Grünstreifen in Friedenau und Steglitz, in einem Park in Weimar; Bilder der Fahrt vom Balkan ans Nordmeer haben im Herbst Premiere, ihre internationale. Die Rede ist – in zeitlicher Reihenfolge – von JUNI-BRIEFE & LASERSTEINS ORTE & ORTOPIA. Mein Ort der Utopie. & CODE VIKING 1942-2021      Wir sehen uns im Sommer! Das Foto zeigt Laura Mitzkus, Manolo Palma und Charles Toulouse im Sommer 2020 auf der Terrasse des Deutsch-Russischen Museums in Karlshorst – so hoffentlich auch im Sommer 2021.

PROJEKTSTART: ORTOPIA: JETZT!

Nicht erst die Pandemie bietet den Anlass, die Frage nach der Zukunft zu stellen und nicht auf die Rückkehr der Normalität zu warten. – Utopien sind Möglichkeiten, die Welt neu und anders zu denken; es sind Entwürfe, positive Gegenentwürfe; Träume, die Realität werden können: ORTOPIA. Mein Ort der Utopie.

Nach dem Eröffnungsvortrag von Sandra Meireis treffen wir weiterhin virtuell und – in Kleinstgruppen – auch analog: im Haus der Jugend Zehlendorf sowie auf Streifzügen zu utopischen Orten in Berlin und Umgebung.  Bitte einsteigen! Kontakt

VOM 27/1 ÜBER FINK+VIKING ZUR ORTOPIA

Die Veranstaltung des Berliner Abgeordnetenhauses zum Jahrestag der Befreiung des KZ Auschwitz findet – coronabedingt – nicht im Plenarsaal statt, sondern als Live-Sendung auf ALEX Berlin. Beim Jugendforum denk!mal21 ist Vajswerk mit drei Szenen aus JUGEND’45 vertreten. Unser Beitrag zum 27. Januar ist nachzusehen auf https://youtu.be/m9oforZ00mo?t=1799

Eine Bildschirmversion wird es auch von IDA FINK: DER TISCH geben. Das Theaterstück zeigte Vajswerk 2018 als deutschsprachige Erstaufführung im Haus der Wannsee-Konferenz und 2019 im TAK, im Theater im Aufbau-Haus. Als Stream läuft das Stück von Ida Fink am 21. Februar um 19 Uhr; mit anschließendem Publikumsgespräch.

Parallel dazu gibt es eine aktuelle Ausschreibung für CODE VIKING 1942-2021: hier recherchieren und filmen Jugendliche aus Europa zur NS-Zwangsarbeit, inkl. einer gemeinsamen Fahrt von Belgrad über Berlin nach Narvik, so sie in diesem Sommer möglich ist.

Wem das alles zu duster ist, sei auf ORTOPIA verwiesen. Hierbei erkunden Jugendliche ihren Ort der Utopie – und lösen dabei diesen Widerspruch: einen Ort für den Nicht-Ort zu finden. Das Projekt beginnt am 6. März. 

“DA DRÜBEN AUF DER WIESE!” – VAJSWERK 2020

Vom 5. zum 6. Jahr Vajswerk zeigten wir 7 Stücke: in 2020 sechs Uraufführungen und eine Wiederaufnahme. Zwei Projekte fanden nur virtuell statt, zwei Inszenierungen gingen entweder in den Garten oder nach der Premiere ins Netz. So lief in diesem Jahr auch für uns alles anders, aber alles lief, und es lief so viel wie nie zuvor: DIE ZWEI SCHWESTERN LASERSTEIN, UNTER TROLLEN, TAMARA BUNKE, JUGEND’45, DER SOMMER NACH DEM KRIEG, GROSSES KINO DDR, UNSER ERBE?

Und im nächsten Jahr ziehen wir wieder ins Grüne sowie auf das platte Land und im Sommer durch halb Europa. Soviel sei schon mal verraten. Auf Wiedersehen!

Das Ende aller Liebeslieder

Schlager aus den 1950er- und 1960er-Jahren als weitere Schlüssel zu den Protagonist*innen des Theaterstücks? Bei der Auswahl und Gestaltung der Musik für „Großes Kino DDR“ war für Markus von Schwerin ein rund einstündiges Telefonat mit Bettina ebenso bedeutend wie der gemeinsame Austausch mit den Schauspieler*innen beim Einstudieren der für sie vorgesehenen Stücke.

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