VON ANNE-MARIE ZU TANIA

Als ANNE-MARIE noch gespielt wurde, begannen schon die Proben für TANIA, wie sich Tamara Bunke nannte. Deren Leben und Nachleben zeigen wir nun: auch ein Stück zur Exil-, vor allem aber eines zur Revolutions- und DDR-Geschichte . (Bei TANIA haben wir es mit einigen Widersprüchen zu tun.)

ANNE-MARIE werden wir im Februar wieder aufnehmen, in zwei Wochen ist aber erstmal Premiere von TAMARA BUNKE. EINE HELDIN WIRD GEMACHT. Unser Recherche-Theater-Projekt ist fünfmal in der Hochschule für Technik und Wirtschaft zu sehen, auf dem Campus in Oberschöneweide. Bis dahin melden wir uns aber nochmal.

EIN ABEND IN SAINT-CYR-SUR-MER

Am Freitag sortiert Anne-Marie ihre Briefe; sie schreibt und zeichnet, hört Musik: „Merkwürdig, wie das Leben zur Geschichte wird.“
Das Leben der Anne-Marie Meier-Graefe Broch, geborene Epstein, haben wir uns anhand ihrer Briefe erzählt. Dies zeigen wir nun, als Recherche-Theater-Projekt, ein paar Meter entfernt von ihrem Haus in Berlin. Am Freitag, 2. November hat ANNE-MARIE. Von der Argentinischen Allee 20 zur 20 East 62nd Premiere. Am Samstag und Dienstag ist es auch zu sehen, 3. und 6.11., jeweils um 19 Uhr, im Haus der Jugend in der Argentinischen Allee 28. Uns gegenüber sind noch ein paar Plätze frei. Willkommen bei ANNE MARIE.

BAHNHOF VAJSWERK

Nun sind auch unsere Gäste aus Narvik, Archangelsk und Belgrad wieder zu Hause. Am 24.10. trafen sie sich mit ihren Vajswerker*innen im Deutsch-Russischen Museum: bei einem öffentlichen Colloquium zum Auftakt unseres internationalen Recherche-Theater-Projektes BLODVEGER.
Nach der Berliner Uraufführung im März 2019 revanchieren wir uns dann mit Gegenbesuchen in Norwegen, Russland, Serbien und zudem Schweden. Wir werden also weiter berichten.

 

Am 14.10. – am Geburtstag von Anne-Marie übrigens – traf Hans Storm aus Frankfurt am Main in Berlin ein. Er kannte Anne-Marie Meier-Graefe Broch über viele Jahre und besuchte sie auch mehrfach in Saint-Cyr-sur-Mer. Aus seinem Erzählen entwickelte sich ein fortgesetztes Gespräch mit dem Ensemble von ANNE MARIE. Am 2.11. ist Premiere. Wir melden uns noch dementsprechend.

AM ANFANG EIN PREIS

Wurde Vajswerks Saison 2017/18 mit einer Premiere in Stockholm eröffnet, beginnen wir 2018/19 mit einer Preisverleihung in Leipzig. Simon Winkler 1986-2007 Schauspieler erhielt ja den amarena-Innovationsförderpreis; nun werden die Preisträger vorgestellt und somit auch wir: am 28. September in den Cammerspielen Leipzig.
Dann steht vor den ersten Saisonpremieren noch ein Internationales Colloquium auf dem Programm. Mit unseren Partner*innen aus Norwegen, Russland, Serbien und Schweden beginnen wir die historische Recherche zur NS-Zwangsarbeit in Nord-Norwegen: am 17. Oktober im Deutsch-Russischen Museum. Informationen zum Projekt und den Flyer zur Tagung gibt es hier: Blodveger
Im November stehen dann mit Anne Marie und Tamara Bunke. Eine Heldin wird gemacht gleich zwei Premieren auf dem Spielplan. Wir kommen rechtzeitig noch darauf zurück. Bis dahin!

Zwischen Marbach und Bergen: JÁNOS in Berlin

Nun sind wir aus Marbach zurück; im Deutschen Literaturarchiv waren wir auf Spurensuche nach Anne Marie. Am Fr., 4.5. präsentieren wir unsere Funde, um 16 Uhr im kooperierenden Haus der Jugend Zehlendorf.

Am 3.5. machen wir uns noch einmal auf den Weg und zwar nach Bergen, mit einem Gastspiel von János. Das Stück zeigen wir zuvor aber noch zweimal in Berlin, am Donnerstag, 26. April, um 12:00 und um 19:00 Uhr, in unserer Partnerschule, der Halvorsen Schule in Dahlem.

Im niedersächsischen Bergen spielen wir János dann zum letzten Mal, im Begleitprogramm der Ausstellung „Kinder im KZ Bergen-Belsen“. Einer der Zuschauer wird Jovan Rajs sein, der dort 1944/45 sein Tagebuch schrieb – die Grundlage für unser Recherche-Theater-Projekt.

Aller guten Dinge sind drei

Wir spielen ja sogar noch 3x János; aber dazu mehr, wenn es wieder soweit ist: Ende April und Anfang Mai. Jetzt aber können wir mehr über unsere neuen Projekte berichten; es sind mittlerweile 3: In Tamara Bunke. Eine Heldin wird gemacht zeigen wir beides – den Menschen und seine Ikonografie. In Blodveger beschäftigen wir uns mit der NS-Zwangsarbeit in Nord-Norwegen – als norwegisch-russisch-serbisch-schwedisch-deutsches Recherche-Theater-Projekt. Und in Anne Marie zeigen wir eine Frau, der wir zum ersten Mal in Arg28 begegnet sind: Anne Marie wuchs in der Arg20 auf, der damaligen Epstein-Villa, bevor sie aus Deutschland vertrieben wurde. Ihre Geschichte handelt von Verfolgung und Exil und von der Selbstbehauptung als Künstlerin, zwischen zwei berühmten Ehemännern: Julius Meier-Graefe und Hermann Broch. Anne Maries Briefe liegen im Deutschen Literaturarchiv in Marbach; dorthin fahren wir vom 10. bis 12. April. Mehr dazu beim Treffen am Mittwoch, 18. April, 16:30 Uhr, im kooperierenden Haus der Jugend in der Argentinischen Allee 28, der Arg28.

Foto: Die ehemalige Grabstätte der sowjetischen Zwangsarbeiter im norwegischen Hattfjelldal, nach der Exhumierung 1951.

Noch 2x JÁNOS und gleich zwei neue Projekte

Foto „János“ von Kai Otte

Den siebenfachen Applaus haben wir noch im Ohr, da machen wir uns gleich an neue Projekte. Nach den sieben Aufführungen von Ida Finks „Der Tisch“ und „Das Tagebuch des János Reisz“, beginnen wir jetzt mit „Tamara Bunke. Eine Heldin wird gemacht“ und „Blodveger. NS-Zwangsarbeit in Nord-Norwegen.“

Auf das Neue kommen wir noch zurück, vorher geben wir aber noch den Hinweis, dass „János“ noch zweimal gespielt wird, bei den Partnern in Berlin-Dahlem und Bergen/Celle: am 26.4. um 19 Uhr in der Halvorsen Schule und am 3.5. um 14 Uhr im Stadthaus Bergen – im Begleitprogramm der Ausstellung Kinder im KZ Bergen-Belsen.

Ins Neue Jahr mit zwei Premieren: Ida Finks „Der Tisch“ und „Das Tagebuch des János Reisz“

Wir gehen in das neue Jahr mit zwei Theaterpremieren zur NS-Geschichte:

Am historischen Ort der Wannsee-Konferenz, am Jahrestag des 20.Januar, zeigen wir Ida Finks „Der Tisch“. Im Haus der Täter wird ein Stück über die Täter inszeniert – aus der Perspektive der Opfer. Schauspieler und Schauspielerinnen aus Wien, Basel und Berlin spielen das Stück als deutschsprachige Erstaufführung. Mehr zum Stück auf der Projektseite.

 

Keine Woche später hat ein Recherche-Theater-Projekt seine Premiere. Jugendliche aus dem Haus der Jugend und der 9c der Halvorsen-Schule spielen „Das Tagebuch des János Reisz, 1467 Kn.“                                            Das Tagebuch aus dem KZ Bergen-Belsen führte ein 11-jähriger Junge, der mit seiner Flucht von Serbien nach Ungarn von Jovan zu János wurde. Seit dem Herbst beschäftigen sich die Jugendlichen mit diesem Tagebuch. Sie fuhren zur Belsener Gedenkstätte, trafen dort den Autor, den 84-jährigen Prof. em. Dr. Jovan Rajs. Parallel dazu wurde geprobt, ein Tagebuch szenisch auf die Bühne gebracht. Am 25. Januar ist die Inszenierung erstmals zu sehen, im Haus der Jugend Zehlendorf. Mehr Infos.

Vajswerk unterwegs

Vajswerk auf dem Weg zur Gedenkstätte Bergen-Belsen

In Vorbereitung auf „Das Tagebuch des János Reisz, 1467 Kn.“ fuhren wir mit einem Charterbus nach Niedersachsen, zur Gedenkstätte Bergen-Belsen. Dort trafen wir Tagebuchautor Jovan Rajs, der mit seiner Frau Dina eigens aus Stockholm angereist war. 1944 schrieb er im Konzentrationslager Bergen-Belsen ein Tagebuch. An Ort und Stelle beantwortete er Fragen der Jugendlichen, die aus seinen Texten und Erzählungen ein Recherche-Theater-Projekt machen. Am 25. Januar hat „János“ in Berlin Premiere. Mehr Infos.

In Westfalen, im Stadttheater Beckum wurde am 18. November zudem ein Vajswerk-Co-Projekt uraufgeführt: „Simon Winkler 1986-2007 Schauspieler“. Dieses Recherche-Theater-Projekt war gleichzeitig eine Hommage auf einen jungen Schauspieler, der vor zehn Jahren starb, mit 21 Jahren. Die kurze Stückdoku findet ihr auf der Projektseite – den Trailer gibt es hier zu sehen: